ultraschall

Ultraschall

Ultraschall oder auch Sonographie genannt, ist die Anwendung von Ultraschallwellen (vergleichbar der Schallwellen in Sprache oder Musik) als bildgebendes Verfahren unter anderem zur Untersuchung von organischem Gewebe in der Medizin.

Alle wasserhaltigen, blutreichen Organe sind mit den Ultraschall in der Regel gut zu untersuchen. Schlecht zu beurteilen sind alle gashaltigen Strukturen oder von Knochen bedeckten Organe, zum Beispiel der Knochen selbst, das Knochenmark, der Darm (insbesondere bei Blähungen), die Lunge oder das Gehirn.

Aus diesem Grund wird für die Untersuchung ein wasserhaltiges Gel verwendet, dass die Signalankopplung des Schallkopfes an die Haut unter Vermeidung von Lufteinschlüssen ermöglicht.

Manche Organe sind im Normalzustand schwierig, im krankhaft vergrösserten Zustand dagegen ganz gut erkennbar und zu beurteilen wie z. B. der Blinddarm, die Harnleiter oder die Nebennieren.

Von der Ultraschalluntersuchung sind keinerlei schädlichen Nebenwirkungen zu erwarten, weshalb diese Untersuchung auch bei schwangeren Frauen routinemässig bereits seit vielen Jahren erfolgreich eingesetzt wird.
Die Untersuchung dauert meist ca. 20-30 Minuten (je nach Untersuchungsgebiet und Fragstellung). Für verschiedene Fragestellungen werden Sie vom Untersucher zeitweise Atemkommandos erhalten um Organe die sich im Bauchraum befinden ohne Bewegung untersuchen zu können, besser einsehen zu können oder um verschiedene Phänomene zur Beurteilung des Blutflusses zu erzeugen.

Daneben ist ein wesentlicher Vorteil der Sonographie die Möglichkeit der dynamischen Untersuchung; das heisst, die Organe können ohne Zeitverzögerung in Bewegung beobachtet, analysiert und dokumentiert werden.

Indikationen

Für die Ultraschalldiagnostik gibt es eine Vielzahl von Indikationen von denen im Folgenden die Wichtigsten aufgelistet sind.
Die Ultraschalluntersuchung steht hierbei oftmals am Anfang der Diagnostik und kann richtungsweisende Hinweise für die weitere Diagnostik, gegebenenfalls ergänzende Untersuchungsmethoden und die anschliessende Therapie liefern.

Im Bereich des Zentralnervensystems (Gehirn/Rückenmark) wird der Ultraschall nur bei Säuglingen durchgeführt. Bei Erwachsenen ergibt sich hierfür keine Indikation.
Im Bereich des Gesichtsschädels wird der Ultraschall von spezialisierten Fachärzten zur Untersuchung der Nasennebenhöhlen oder der Augäpfel eingesetzt.

Aufgrund seiner physikalischen Eigenschaften führt mineralisierter Knochen zur kompletten Schallauslöschung, sodass knöcherne Strukturen oder von Knochen bedeckte Bereiche nicht mit dem Ultraschall untersucht werden können.
Zur Untersuchung von Bandstrukturen (z. B. Aussenbänder am Sprunggelenk) und zur Beurteilung von Muskelprozessen (z. B. Muskelrisse und Blutergüsse) ist der Ultraschall hervorragend geeignet.

Im Halsbereich eignet sich der Ultraschall hervorragend zur Beurteilung von Weichteilprozessen, der Schilddrüse, der Speicheldrüsen und zur Beurteilung von Lymphknoten. Im Bereich des Brustkorbes ist der Ultraschall durch die knöcherne Rippenbegrenzung nur eingeschränkt einsetzbar.
Spezialisierte Fachgebiete (z.B. Kardiologie, Herzchirurgie) setzen den Ultraschall zur Untersuchung des Herzens ein (Echokardiographie, Herzecho).

Hervorragende Beurteilung der Organstrukturen von Leber, Gallenblase/Gallengänge, Niere, Milz, Bauchspeicheldrüse, Blase und inneres Genitale. Der Darm ist in Abhängigkeit von der Fragestellung oft nur eingeschränkt zu beurteilen. Häufig wird der Ultraschall allerdings bei der Diagnostik der Blinddarmentzündung eingesetzt.
Bei Fettleibigkeit ist die Beurteilung zum Teil erheblich eingeschränkt, sodass ggf. ergänzende Untersuchungsmethoden erforderlich sind.

Mit dem Ultraschall ist die Untersuchung von arteriellen Gefässen (Schlagadern) und Venen in nahezu allen Körperbereichen möglich. Als Einschränkungen sind das Gehirn und der Brustkorb zu nennen, jedoch sind auch hier mit speziellen Techniken bestimmte Aussagen möglich.
Zum Einsatz kommt der Ultraschall in Verbindung mit der Dopplertechnik insbesondere in der Diagnostik der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), in der Diagnostik von zerebrovaskulären Erkrankungen (z. B. Einengungen der Halsgefässe), in der Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Aussackungen der Bauchschlagader (Aneurysma, BAA) sowie in der Diagnose und Beurteilung von Thrombosen in Venen der oberen und unteren Extremitäten.

Die Untersuchung der Brust ist in den überwiegenden Fällen als Ergänzungsuntersuchung zur Mammographie einzuordnen und kann nützliche Zusatzinformationen liefern. Mehr Information hierzu finden Sie unter Mammographie.

Mit Hilfe des Ultraschalls können Gewebeproben aus gut zugänglichen Organen oder Strukturen zielsicher und risikoarm unter Echtzeit entnommen werden.
Komplikationen durch die Biopsie (Gewebeprobe) selber sind selten und werden mit Ihnen persönlich vor der Untersuchung detailliert besprochen.

Komplikationen

Die reine Ultraschalldiagnostik ist nicht invasiv und verwendet unschädliche Schallwellen zur Bilderzeugung.
Aufgrund der genannten Tatsachen sind keine Komplikationen durch die Ultraschalluntersuchung selbst zu erwarten.

Strahlenbelastung

Durch das Prinzip der Bildgebung mit Ultraschallwellen kommt es zu keinerlei Strahlenbelastung. Eine nachhaltige schädigende Wirkung der Ultraschallwellen ist nicht bekannt.

Kontraindikationen

Es gibt keine Kontraindikation für die Ultraschalluntersuchung.
Das heisst jedoch nicht, dass die Ultraschalluntersuchung jederzeit und bei jedem Patienten sinnvoll ist und dass sie in jedem Fall zu einer Diagnose führen kann.
Bei Fettleibigkeit sind bestimmte tiefer liegende Körperregionen zum Teil nicht zu beurteilen und müssen durch diagnostische Alternativverfahren (Computertomographie/Kernspintomographie) ersetzt oder ergänzt werden.

Patientenvorbereitung

Das Ergebnis der Ultraschalluntersuchung hängt teilweise von der Patientenvorbereitung ab.
Nachfolgend finden Sie Hinweise welche speziellen Vorbereitungen im Ultraschall bei den jeweiligen Untersuchungsgebieten notwendig sind.
Wir bitten Sie diese Vorbereitung auch in Ihrem eigenen Sinne zur Erzielung der bestmöglichen Aussagekraft einzuhalten.

Diese Untersuchungen werden meist am Vormittag durchgeführt.
Zur Untersuchung sollten Sie nüchtern sein, d.h. keine Speisen oder Getränke am Morgen vor der Untersuchung zu sich nehmen.
Sollten Sie verstärkt unter Blähungen leiden kann auch eine entsprechende entblähende Vorbereitung, nach Rücksprache mit Ihrem Arzt, sinnvoll sein.
Zur Beurteilung des Unterbauches sollte die Harnblase gefüllt sein.
Gehen Sie nicht unmittelbar vor der Untersuchung zum Wasser lassen, sofern dies für Sie möglich ist.

Für diese Untersuchung gelten die gleichen Vorbereitungsempfehlungen wir zur Untersuchung des Oberbauches (siehe oben).

Zur Untersuchung der Halsgefässe oder der Gefässe von Armen oder Beinen brauchen Sie selbstverständlich nicht nüchtern zu sein.
Wir bitten Sie um entsprechende hygienische Vorbereitung (z. B. Fusshygiene).

Es bedarf keiner spezieller Vorbereitungen.

Es bedarf keiner spezieller Vorbereitung.
Wir bitten Sie um entsprechende hygienische Vorbereitung (z. B. Fusshygiene).

Es bedarf keiner spezieller Vorbereitung.
Wir bitten Sie um entsprechende hygienische Vorbereitung (z. B. Achselhygiene/ Deodorant bei zusätzlicher Mammographie bitte vermeiden).
Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Mammographie.

Phone us

TERMIN VEREINBAREN

Vereinbaren Sie Ihren Untersuchungstermin. Unsere Öffnungszeiten sind:

Mo bis Fr 07:00 - 19:00 Uhr

Samstag nach Vereinbarung

071 243 20 20

Start typing and press Enter to search